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Warum
politische Bildung?
Die
weitläufige Verdrängung der gesamtdeutschen Geschichte,
im Besonderen der jüngeren deutschen Geschichte (speziell
von 1933 bis 1945 und von 1945/49 bis 1989), veranlasst
uns, an herausragenden Orten in und um Berlin an die Zeiten
zweier deutscher Diktaturen zu erinnern. Die moralische
Verpflichtung der Wahrheit gegenüber und die Pflege
der Erinnerungskultur nimmt einen weiten Raum ein. Nur so
lassen sich Zusammenhänge erklären. Es gilt, diese
Zusammenhänge transparent zu machen.
Der
Holocaust im Deutschland unter der Nazi-Diktatur ist ohne
Beispiel in der Welt. Menschen wurden zu willfährigen
Tätern eines unmenschlichen Regimes. Auch die "Zweite
Diktatur" - die Geißel des Stalinismus - kannte
keine Achtung der Menschenrechte und der Menschenwürde.
Auch hier wurden Menschen Täter sowie auch Opfer.
Damit
heute gerade junge Menschen die Wirkungsweise von Diktaturen
(faschistisch, so auch kommunistischer Struktur) erkennen,
machen wir sie immun gegenüber Bestrebungen, die unser
Land wieder in die Hände derer bringt, die einer demokratischen
Entwicklung und dem gesellschaftlichen Zusammenleben entgegen
stehen.
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Die
Teilung Deutschlands nach der Zerschlagung des Faschismus
durch die Alliierten 1945 brachte für viele Deutsche
in der damaligen sowjetisch besetzten Zone nicht die
erhoffte Freiheit und Demokratie. Die sowjetische Besatzungsmacht
hatte kein Interesse, im Osten Deutschlands freie und
demokratische Wahlen auszurichten. Unter der Führung
der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, ein
Zwangszusammenschluss von KPD und SPD unter kommunistischer
Führung, kam es im Osten Deutschlands zu einer
zweiten Diktatur. Am 7.Oktober 1949 kam es zur Gründung
der Deutschen Demokratischen Republik. Eine tötliche
Grenze zog sich von nun an durch unsere Land und gipfelte
in der Berliner Mauer, die am 13. August 1961 errichtet
wurde. |
| Viele
Menschen, die sich gegen diese Entwicklung wandten,
wurden in die Gefängnisse des sowjetischen Geheimdienstes
NKWD und später der Gefängnisse des Ministeriums
für Staatssicherheit gesperrt. Unter ihnen Kinder
und Jugendliche vom Alter von 12 Jahren an. Zu langen
Haftstrafen verurteilt, kamen viele Menschen in diesen
Lagern ums Leben oder wurden gar zum Tode verurteilt. |
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Durch
Versorgungsengpässe der Bevölkerung mit
einfachsten Lebensmittel und einer drastischen Normerhöhung
in der Industrie kam es am 17. Juni 1953 zu einem
landesweiten Aufstand der Arbeiter in der DDR. Die
Führung der DDR, unter ihrem Chef Walter Ulbricht,
sah ihr Ende gekommen. Nur mit Hilfe der sowjetischen
Armee konnte dieser Aufstand der Bevölkerung
zerschlagen werden. Die Spuren dieses Aufstandes sind
in Teilen von Berlin immer noch spürbar.
Anhaltende
Proteste, sowie der wirtschaftliche Niedergang der
DDR brachte am 9. November 1989 die Mauer zu Fall.
Am 3. Oktober 1990 kam es zur Wiedervereinigung der
beiden deutschen Staaten.
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| An
diese Zeiten zu erinnern haben wir uns zur Aufgabe gemacht. |
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